Umweltpolitik des Flughafens Straßburg

Der Flughafen Straßburg gestaltet, betreibt und entwickelt die Flughafenplattform in dem beständigen Bestreben, die Auswirkungen seiner Tätigkeit auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Die vorrangigen Herausforderungen für die Direktion des Flughafens bestehen daher darin, zur Schaffung einer geräuscharmen Umgebung beizutragen, Schadstoffemissionen in die Luft oder in das Wasser zu begrenzen und den Energieverbrauch insgesamt rationell zu gestalten.

Seit dem 1. Januar 2000 gelangt auf die Tätigkeiten auf der Flughafenplattform eine allumfassende Politik des Umweltschutzes zur Anwendung, die Bestandteil der Konzession ist. Diese Politik ist auf die Einhaltung der Vorschriften und der Verpflichtungen gerichtet, die der Flughafenbetreiber auf sich genommen hat, um den Erwartungen der institutionellen und privaten Partner landesweit und auf lokaler Ebene zu entsprechen. Sie reiht sich in die Zielstellung einer nachhaltigen Entwicklung des Flughafens ein. Die Maßnahme besteht insgesamt aus acht Aktionsbereichen, und zwar:

  • Lärm
  • Luft
  • Abfälle
  • Wasser
  • Ressourcen
  • Böden
  • natürliche Milieus
  • Umweltpolitik

 

 

Die Umweltpolitik des Flughafens Straßburg wird in einer Umweltcharta dargelegt.

Derzeit gelangt die 4. Umweltcharta für den Zeitraum 2016-2020 zur Anwendung. Sie wurde gemeinsam mit der Umweltberatungskommission und ihrem Ständigen Ausschuss erarbeitet.

 

UmwelTcharta des Flughafen Straßburg 

Diese 4. Umweltcharta, die innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren umgesetzt wird, beweist einmal mehr das Engagement des Flughafens in Umweltangelegenheiten. Sie bringt seinen Willen zum Ausdruck, die Kontrolle seiner Auswirkungen auf die Umwelt fortzuführen und die in den vorhergehenden Chartas unternommenen Maßnahmen weiter voranzubringen.

Die Umweltcharta übernimmt eine Reihe bemerkenswerter Fortschritte, wie SYMBIOSE, das System zur Messung des Fluglärms, die kontrollierte Regulierung von Regenwassereinleitung, oder auch STEED, das System der Abfallsammlung und –trennung, wobei auch neue Themen wie der Einsatz eines 400 Hz-Stromrichters zur Stromversorgung der Flugzeuge oder die Rückgewinnung glykolhaltiger Abwässer enthalten sind.

Der Anwendungsbereich dieser Charta wird auch durch neue Maßnahmen erweitert, welche die gesellschaftliche Verantwortung betreffen.

Die Umsetzung der Maßnahmen wird jedes Jahr in der Umweltberatungskommission dargestellt, und ein Jahres-Umweltbericht wird erarbeitet, um Bilanz aus den Maßnahmen zu ziehen. Dieser kann nachfolgend heruntergeladen werden.

 

Im PDF-Format herunterladen

 

umweltbericht 2015

Herunterladen- Umweltbericht 2015

Hauptaufgaben der Direktion Technik des Flughafens Straßburg sind die Erarbeitung und Umsetzung der Umweltpolitik des Flughafens gemäß dem in der Umweltcharta erstellten Programm.

 

konzertierungsinstanzen

Präsentation der diversen Konzertierungsinstanzen und deren Aufgaben

UMWELTBERATUNGSKOMMISSION(CCE) UND IHR STÄNDIGER AUSSCHUSS

Die Umweltberatungskommission untergliedert sich in 3 Gremien. Jedes Gremium umfasst 9 hauptamtliche Mitglieder und 9 Stellvertreter:

  • lokale Körperschaften (Vertreter der Region Elsass, des Departements Bas-Rhin, der Eurometropole und der von der Lärmbelastung betroffenen Gemeinden),
  • flugtechnische Berufe (Vertreter des auf dem Flughafen tätigen Personals, der Flughafennutzer und des Flughafens Straßburg),
  • Vereinigungen (Vertreter von Umweltschutz- und Anrainervereinen).

Der Ständige Ausschuss der Umweltberatungskommission besteht aus folgenden Mitgliedern:

  • 3 hauptamtliche Mitglieder und 3 Stellvertreter, ausgewählt aus dem Gremium der lokalen Körperschaften,
  • 3 hauptamtliche Mitglieder und 3 Stellvertreter, ausgewählt aus dem Gremium der flugtechnischen Berufe,
  • 3 hauptamtliche Mitglieder und 3 Stellvertreter, ausgewählt aus dem Gremium der Vereinigungen.

An den Beratungen nehmen des Weiteren, jedoch ohne beratende Stimme, der Direktor des Bereichs Zivile Luftfahrt Nord-Ost, der Regionaldirektor für Umwelt, Raumordnung und Wohnungswesen und der Departementdirektor für die betreffenden Gebiete teil. Der Kommission steht der Präfekt des Departements Bas-Rhin oder dessen Vertreter vor. Sekretariatsaufgaben der Kommission werden vom Flughafen Straßburg übernommen.

Die Umweltberatungskommission wird zu jeder wichtigen Frage bezüglich der Einflüsse des Flughafenbetriebs auf die lärmbelasteten Bereiche konsultiert. Darüber hinaus wird sie über den Fortschritt der Umsetzung der in der Umweltcharta geplanten Maßnahmen informiert.

 

KOMMISSION ZUR BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG DER ANRAINER (CCAR)

Die Kommission zur Beratung und Unterstützung der Anrainer ist eine Instanz, die in der Phase der Bewilligung des Lärmbelastungsplans (PGS) und im Rahmen der Gewährung von Unterstützung für Schallschutzmaßnahmen angerufen wird. Letztgenannte Maßnahmen dienen den Flughafenanrainern, die in den im PGS ausgewiesenen Bereichen ansässig sind. Dieser Plan wurde durch einen Präfektoralerlass vom 24. Dezember 2003 bestätigt. Dabei tagt der Ständige Ausschuss der Umweltberatungskommission als Kommission zur Beratung und Unterstützung der Anrainer.

Beihilfen für schallschutzmassnahmen

Dieses Instrumentarium richtet sich an die Anrainer des Flughafens Straßburg, deren Räumlichkeiten folgenden drei förderungsfähigen Kriterien entsprechen 

  • Lage: Die Räumlichkeit muss sich im Umfang des Lärmbelastungsplans (PGS) des Flughafens Straßburg vom 24.12.2003 befinden.
  • Zeitpunkt der Errichtung: Das Ausstellungsdatum der Baugenehmigung muss vor dem 7. September 2004 liegen. An diesem Tag trat der Lärmexpositionsplan (PEB) in Kraft.
  • Widmung der Räumlichkeit: Die Beihilfe wird nur für Räumlichkeiten gewährt, die ganz oder teilweise als Wohnraum dienen bzw. für Bildungseinrichtungen und Räume mit sanitärem und sozialen Charakter bestimmt sind.

Zum 1. Januar 2004 wurde die Verwaltung dieser Beihilfen für Schallschutzmaßnahmen vom Gesetz her den Flughafenbetreibern (im vorliegenden Fall dem Flughafen Straßburg) angetragen. Die Betreiber erhalten den Erlös aus der von den Fluggesellschaften gezahlten Abgabe. Seit 1. Januar 2005 wird diese Abgabe als TNSA bezeichnet: Abgabe auf Lärmbelastungen durch Flugverkehr.

Der Flughafen Straßburg ist damit Nachfolger des Amts für Umwelt und Energiemanagement (ADEME). Er leistet Unterstützung bei der Lärmdiagnostik und bei Schalldämmungsarbeiten, dies anhand genauer Kriterien der Förderungsfähigkeit und nach Akzeptanz der Finanzierung durch die Kommission zur Beratung und Unterstützung der Anrainer, der der Präfekt des Departements Bas-Rhin oder sein Vertreter vorsteht.

Über die Verwaltung der Anträge auf Beihilfen für Schallschutzmaßnahmen hinaus verfolgt der Flughafen Straßburg mit seiner Tätigkeit drei Ziele: Begleitung des Anrainers bei der Erstellung seiner Unterlagen, Information des Anrainers über den Bearbeitungsfortschritt und Unterstützung bei der Umsetzung der Baumaßnahmen, um die Qualität der durchgeführten Arbeiten zu gewährleisten.

Die vom Flughafen ergriffenen Maßnahmen bringen dessen Willen zur Kontrolle der Qualität und der Konformität mit jeder Etappe zum Ausdruck, damit die Steuereinnahmen zielführend eingesetzt werden können. In erster Linie soll dadurch einer größeren Anrainerzahl die Möglichkeit gegeben werden, vom Beihilfenprogramm für Schallschutzmaßnahmen zu profitieren.

 

Fluglärm

SYMBIOSE-System

Der Flughafen Straßburg verfügt über ein automatisches System zur Lärmüberwachung und Verfolgung von Flugzeugbahnen in unmittelbarer Plattformnähe. Dieses System trägt die Bezeichnung SYMBIOSE und dient der Lärmmessung, Information und Beobachtung in Straßburg-Entzheim. Es ist seit 1. Januar 2002 in Betrieb und wurde 2012 umfassend modernisiert.

Das System SYMBIOSE besteht aus drei fest installierten Stationen und einer mobilen Station, die mit einem Analysesystem verbunden sind. Dort laufen die gemessenen und aufgezeichneten Lärmwerte mit den Radarinformationen von den Flügen zusammen. Diese stammen aus der Generaldirektion des Bereichs Zivile Luftfahrt Nord-Ost. Bei Auslösen von Lärm durch ein Flugzeug kann durch diese Kreuzung von Daten mit Sicherheit das Flugzeug identifiziert werden, durch das der Lärm verursacht wurde.

SYMBIOSE-Monatsberichte :

Die Mitglieder der Umweltberatungskommission erhalten monatlich einen Informationsbericht.

Dieser Bericht ist ein wirkliches Dialog-Tool. Der Inhalt dieses Berichts entspricht den Empfehlungen des Amts für Kontrolle von Beeinträchtigungen durch Flughäfen (ACNUSA). Er wurde auf der Grundlage der Anmerkungen der Berichtsempfänger zwischenzeitlich vom Inhalt her angepasst. Seit August 2013 wurden zwei SYMBIOSE-Monatsberichte veröffentlicht – einer zu den in Straßburg-Entzheim stationierten Flugzeugen und einer zu den Geschäftsflügen.

Diese Berichte liefern vor allem transparente Antworten auf die Fragen der Anrainer und sind ein Werkzeug zur objektiven Fluglärmkontrolle, die Bestandteil der Umweltpolitik des Flughafens ist.

Download der SYMBIOSE-Berichte

2016

 

 

In Übereinstimmung mit den vom Flughafen eingegangenen Verpflichtungen beantwortet dieser auch spezielle Anfragen von Anrainern, da das eingesetzte System gestattet, Auskunft zu einem Lärmereignis oder einem Flug zu erteilen, das/den sie besonders wahrgenommen haben.

Zustimmungsprotokoll

1998 wurde in der Umweltberatungskommission ein Protokoll über die Zustimmung zur „nachhaltigen Entwicklung des Flughafens im Dienst der regionalen Wirtschaft und unter Wahrung der Lebensqualität der Anrainer“ angenommen.
 
Download des Zustimmungsprotokolls
Download des Anhangszum Zustimmungsprotokoll

In den monatlichen SYMBIOSE-Berichten ist eine zusammenfassende Darstellung der Flüge zwischen 23.00 und 06.00 Uhr (Zeiten im Zustimmungsprotokoll festgelegt) zu finden.

LUFTQUALITÄT

Die Vereinigung zur Überwachung und Untersuchung der Verschmutzung der Atmosphäre im Elsass (ASPA) ist mit der Überwachung und Untersuchung der Luft im Elsass befasst. Im Verwaltungsrat der Vereinigung sind vier Parteien vertreten. Er führt Vertreter des Staats, von Gebietskörperschaften, der wichtigsten Schadstoffemittenten im Elsass sowie von Umwelt- und Verbraucherschutzvereinen zusammen und umfasst eine Reihe weiterer qualifizierter Persönlichkeiten.

Der Flughafen hegte den Wunsch, die Maßnahmen und Forschungen der ASPA zu unterstützen und wurde so auf Beschluss des Verwaltungsrats der ASPA am 10. Mai 2001 Mitglied der Vereinigung im Gremium „Schadstoffemittent“. Die enge Partnerschaft zwischen ASPA und dem Flughafen äußerte sich insbesondere in der Durchführung spezifischer Untersuchungen am Standort und in der Nachbarschaft des Flughafens ab dem Jahr 2000.

 

Kampagnen zur Messung der Luftqualität

Seit 2000 führt die ASPA in jedem Jahr eine Messkampagne durch, wobei seit einigen Jahren abwechselnd nach Winter- und Sommerkampagne unterschieden wird.

Auf der Plattform sowie in den in Nachbarschaft zum Flughafen gelegenen Gemeinden werden dazu passive Rohre installiert, mit denen Schadstoffe eingefangen werden, und zwar NO2, BTEX (Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylol), SO2 sowie Partikel (PM10, PM2.5).

Nach Abschluss der Messkampagnen im Winter und im Sommer wird jeweils ein Bericht erstellt, der heruntergeladen werden kann.

Aus den diversen berichten geht ein begrenzter Einfluss der Flughafentätigkeit auf die umliegenden Dörfer hervor. Des Weiteren wurden die Werte gemäß Regelwerken während der Messkampagnen nicht überschritten.

Kampagnenbericht

2012 - Download

Abfallmanagement auf der plattform

Im September 2002 wurde am Flughafen Straßburg ein Abfallmanagementsystem eingerichtet. Im Rahmen dieses Systems werden ungefährliche Industrieabfälle gesammelt und getrennt. Dieses System zum ökologischen und ökonomischen Trennen von Abfällen heißt STEED. Es bietet Abfallerzeugern Mittel zum Trennen ungefährlicher Industrieabfälle an der Quelle. Gesammelt werden: Papier/Pappe, Haushaltsabfälle und Plastikfolien. Das Sammelsystem bietet den einzelnen Abfallerzeugern zudem geeignete Lösungen für diverse Arten gefährlicher Industrieabfälle: Sammeln vor Ort von Mischabfällen und Altöl, Sammeln und zentrale Erfassung ausgedienter Leuchtmittel bei Großerzeugern durch die Flughafendienste sowie bei Kleinerzeugern in Form freiwillige Abgabestellen für Batterien usw.

Für Industrieabfälle aller Art stehen Leitfäden zur Verfügung, so dass die angeschlossenen Unternehmen dadurch eine Anleitung zur Abfalltrennung erhalten.

Download des Sammelleitfadens für ungefährlicheAbfälle (STEED)

Download des Sammelleitfadens für ungefährliche Abfälle

Mit den vierteljährlich erscheinenden STEED-Informationsberichten werden regelmäßig Auskünfte über die Leistungsfähigkeit des Systems erteilt:
 

  PDF N°30 - Januar - Juni 2015

  PDF  N° 31 - Juli - Dezember 2015

 PDF  N°32 - Januar - Juni 2016

 

Alle Anfragen betreffs Übernahme Ihrer Abfälle durch die Abteilung Abfallbehandlung des Flughafens können Sie wie folgt stellen:

  • ungefährliche Abfälle: per Telefon unter folgender Nummer: +33 (0)6 84 35 74 34